Wer nicht schwimmen kann, der taucht (S. 544)
Das Lied “Wer nicht schwimmen kann, der taucht” ist, wie einige andere Lieder in unserem Liederbuch, von Faber geschrieben. In seinen Liedern benutzt er oft starke Bilder, übertreibt oder provoziert. Auf viele wirkt das erstmal schockierend, es kann aber auch zum Nachdenken anregen. So zeigen seine Texte häufig Missstände, Widersprüche oder Ungerechtigkeit auf. Es handelt sich also häufig um Satire und Gesellschaftskritik. Wenn man das nicht weiß, können die Lieder sehr diskriminierend wirken.
Das Lied stellt eine Kritik an Menschen dar, die sich aufmuntern, indem sie sich Menschen anschauen, denen es schlechter geht. Sie ziehen daraus aber nicht das Fazit zu helfen, sondern akzeptieren dies und wollen auch, dass es so bleibt, damit sie sich weiter im Vergleich dazu besser fühlen.
Dies passt nicht zu unserem Verständnis von Zivilcourage und Menschenrechten. Wenn wir bemerken, dass jemand Hilfe benötigt oder es jemandem nicht gut geht, dann versuchen wir, soweit wir die Möglichkeiten haben, zu helfen.
Das möchte Faber hier in dem Lied darstellen. Er drückt es durch Ironie aus.